Dosenpfand – mehr als 10 Jahre danach

Ein Rückblick auf mehr als 10 Jahre Dosenpfand

Als es Anfang der 2000er-Jahre eingeführt wurde, war damit eine der größten Diskussionen der deutschen Politik verbunden: Das Dosenpfand beziehungsweise Einwegpfand auf Dosen und Getränkeflaschen. Vorangegangen war eine Diskussion über die Verschmutzung vieler Städte und Gemeinden durch nicht ordnungsgemäß entsorgte Dosen. Weiterhin wurde bemängelt, dass für die Produktion von Getränkedosen eine Menge Energie benötigt wird. Die Bürger sollten also dazu erzogen werden, ihre leeren Dosen und Flaschen wieder zum Einkaufsort zurückzubringen. Heute ist es längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass genau dies geschieht. Kaum jemand möchte auf die 25 Cent Pfand verzichten.

Warum die Dose nicht ganz verschwunden ist
Lange Zeit dachte die Politik, mit dem Dosenpfand ließen sich Aluminium-Dosen vollständig vom Markt verdrängen. Ein Blick in die heutigen Supermarkt-Regale zeigt, dass dies nicht geschehen ist. Wo genau liegt aber der Grund dafür? Warum möchten auch heute noch viele Menschen ihre Erfrischungsgetränke lieber in Dosen konsumieren? Experten sind sich einig, dass ein wesentlicher Grund der der sogenannte Coolheits-Faktor von Dosen ist. Diese sehen nicht nur wesentlich attraktiver aus als Plastikflaschen, sondern fühlen sich auch hochwertiger an. Hinzu kommt, dass einige, in den vergangenen Jahren beliebt gewordene Getränke, traditionell in Dosen verkauft werden. Das wohl wichtigste Beispiel hierfür ist das Energy-Getränk Red Bull.

Ist die Dose wirklich so schlimm und das Pfand gerechtfertigt?
Diese Frage kann mit einem ganz klaren Nein beantwortet werden. Der Energieverbrauch bei der Herstellung von Dosen ist zwar nach wie vor hoch, allerdings stammt dieser Strom mittlerweile verstärkt aus erneuerbaren Quellen. Zugleich sind vor allem Plastikflaschen ins Visier der Umweltschützer geraten. Diese richten bei falscher Entsorgung nämlich einen weit größeren Schaden an. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die weite Teile der Erde betreffende Verschmutzung der Meere.