Anti-Atom in Deutschland und dem Rest der Welt

 

Protestbewegung mit langer Tradition
In kaum einem anderen Politik-Bereich haben Aktivisten die öffentliche Meinung so sehr bestimmt wie mit der Anti-Atomkraft-Bewegung, welche vor allem in Deutschland Fuß fassen konnte. Wohl jedem von uns sind die Bilder großer Demonstrationen dieser Bewegung bekannt. Bevor Deutschland seinen Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen hatte, marschierten die Männer und Frauen dieser Bewegung häufig auf oder stellten sich vor die sogenannten Castor-Transporte. Klares Ziel war es, einen sofortigen Ausstieg aus dieser Technologie zu erzwingen. Mit dem Beschluss aus dem Jahr 2011, der die Abschaltung der deutschen AKW´s innerhalb von 10 Jahren vorsieht, scheint dieses Ziel erreicht worden zu sein.

Die Bewegung außerhalb der Bundesrepublik
Abgesehen vom deutschsprachigen Raum ist es den AKW-Gegnern nur begrenzt gelungen, Fuß zu fassen. Fast alle wichtigen Staaten der Welt setzen auch heute noch auf die Kernenergie und der Widerstand dagegen hält sich innerhalb der Bevölkerung im Rahmen. In manchen Staaten existiert er sogar überhaupt nicht. Selbst die Ukraine und Japan, beide von Atom-Katastrophen betroffen, setzen auch heute noch auf die Technologie. Im Rückblick lässt sich kaum bestreiten, dass der deutsche Ausstieg wohl eine voreilige Entscheidung darstellt. Als Alternative hätte sich die Erforschung neuer Kern-Technologien angeboten, welche wohl sicherer wären.